PRESSEBOX

 

 

"Mobil mit dem E-Bike 

   - Info und Testtag"

 

Unter diesem Motto veranstaltet der ACS zusammen mit dem ADAC Hessen-Thüringen und dem RADHAUS SCHLITZ am Sonntag, den 15.April 2018 von 10 bis 18 Uhr einen E-Bike Info und Testtag im Clubheim des ACS, Auf der Zinn 18. 

Fahrsicherheit, Technik-Infos über E-Bikes und Pedelecs, Ausfahrten auf der Straße und im Gelände stehen auf dem Programm mit den zur Verfügung gestellten Bikes vom RADHAUS SCHLITZ. Parallel dazu wird im oberen Tagungsraum eine Carrera Rallye Strecke vom SCHLITZER RENNBAHN CLUB aufgebaut sein, wo im Kleinformat Rallye-Action geschnuppert werden kann.. Für beide Aktionen sind alle Interessenten herzlich eingeladen. Für Verplegung und Getränke ist gesorgt.

Kein Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft für 2018 in Schlitz                                                    

Pressebericht Fuldaer Zeitung vom 18.11.2017

(zum vergrößern anklicken)

Bericht "Schlitzer Bote" vom 11.11.2017, Text und Foto: Sigi Stock

ACS-Seniorentreffen "Die Ü-60Party"

Zum vergrößern anklicken

TVK und ACS auf dem Hessentag

 

Mit dem Bimmellieschen vom ACS und der Jugendgruppe des TVK waren mit den Zugnummern 58 und 59 zwei Gruppen aus dem Schlitzerland auf dem Festzug zum Finale des diesjährigen Hessentages in Rüsselsheim vertreten.

Optisch und thematisch bildeten beide Vereine wie immer eine Einheit mit dem Ziel, Werbung für das Schlitzerland und ganz besonders für das bevorstehende Trachtenfest zu machen.
So war dann auch die 32köpfige Jugendgruppe auf dem 2,5 km langen Festzugweg fleißig damit beschäftigt, Werbematerial an die Hessentagsbesucher zu verteilen. Der immer wieder aus den Reihen der Zuschauer gehörte Ruf: „ Habt ihr auch Schlitzer Alt und Schlitzer Korn dabei?“ konnte wie in all den vielen Jahren zuvor auch dieses Mal mangels Masse leider nicht erfüllt werden.

So diskutiert man nun schon seit längerem bei den Verantwortlichen des ACS: Brauchen wir einen dritten Wagen am Bimmellieschen, speziell für die Mitnahme der Schlitzerländer Spezialitäten, wie Auerhahn Alt, Schlitzer Korn, Burgenkümmel, Rhöntequila usw.? Klar ist nur, dass auf den bisherigen 16 Einsätzen, an denen das Bimmellieschen auf den verschiedenen Hessentagen als Werbebotschafter fuhr, ein reichlicher Absatz der Schlitzerländer Spezialitäten möglich gewesen wäre. Auf eine praktikable Umsetzung dieser Problemstellung darf man gespannt sein.

6. Lauf zur ADAC-Kartslalom-Meisterschaft 2017

Foto:be

 

Verkehrs-Infoabend des ACS

Neues aus Verkehr und Kfz-Technik für jedermann gibt es am

Freitag, den 10 . März im  ACS- Clubheim, Auf der Zinn 18, um 20:00 Uhr

zu hören und zu sehen. Verkehrsleiter Jürgen Braun und Helmut Zindler werden wieder in gewohnt kompetenter Weise über Ordnung und Recht im Straßenverkehr sowie über Interessantes aus dem Bereich der Kfz-Technik berichten.
Die Themen werden sich auch dieses Mal mit den Änderungen und Ergänzungen aus dem unerschöpflichen Bereich der StVO/ StVZO beschäftigen. Aktuelles aus der Verkehrsrechtsprechung runden den Straßenverkehrs-Teil ab. Helmut Zindler hat sich für diesen Abend wieder ein interessantes Thema aus dem Automobilbereich vorgenommen. Der Verkehrsinfoabend verspricht also wieder viel Interessantes aus Verkehr und Technik.

Mitglieder und Gäste sind gleichermaßen herzlich zum Verkehrsinfoabend im ACS- Clubheim eingeladen.


 

 

 

Winterwanderung

 

am Samstag, den 25.Februar um

16.00 Uhr. Treffpunkt am Clubheim.

Die Wanderstrecke ( ca.6,5 km ) ist  fußläufig leicht zu bewältigen, entlang der Schlitz (Amtsecke) vorbei an Hutzdorf, über den "Buchrain" nach Pfordt in den Landgasthof "Porta". Mitglieder die nicht am Fußmarsch teilnehmen, können gerne mobil nachkommen.

Außer dem Genuss der kulinarischen Spezialitäten des Hauses, gibt es für Interessierte hier die Möglichkeit - unter Anleitung und Aufsicht - sich auf der Schießbahn mit der Präzision und Treffsicherheit von Sportschützen vertraut zu machen. Auf die gemachten Erfahrungen und Ergebnisse darf man schon mal gespannt sein, wobei das nicht der alleinige Beitrag zur Unterhaltung sein wird. Der Abschluss des Abends ist offen, so dass der Nachhauseweg je nach Bedarf individuell organisiert werden kann, (Fahrgemeinschaft, Abholung/Familie) oder per Sammeltaxi. Damit das wieder eine "runde Sache" wird, setzt der Vorstand auf eine rege Beteiligung.

 

Ü-60-Party im ACS-Clubheim

 

Zum 11. Mal im 11. Monat des Jahres hatte der ACS seine Seniorinnen und Senioren zu einem Treffen ins Clubhaus gerufen. Am 2. Samstag des Monats, man kann hier mittlerweile schon von der traditionellen Ü-60-Party sprechen, waren 25 Clubmitglieder besagter Altersstufe der Einladung des Vorstandes gefolgt. Vorsitzender Frank Preisendörfer sprach in seiner kurzen Begrüßung davon, dass mit Heini Becker nur noch ein Mitglied des Vorstandes aus der Gründungszeit des ACS im Amt sei und er freue sich, mit so vielen Urgesteinen des ACS hier über Vergangenes, aber auch über neue Entwicklungen rund um den ACS in gemütlicher Runde sprechen zu können.
 

Doch zunächst stand Informelles auf dem Programm, denn in der Fahrzeughalle des Clubhauses hatte Clubkamerad Sebastian Wendt eine kleine Ausstellung aus seiner Oldtimersammlung präsentiert. Frank Volkmar hatte freundlicherweise die Moderation über die Besonderheiten der Fahrzeuge übernommen und hatte selbst einen Volvo P544 seines Onkels mitgebracht. Nachdem alle technischen Besonderheiten geklärt und erklärt waren, ging es wieder in den Tagungsraum, wo mit einem kurzen Video an die in diesem Jahr verstorbenen Kameraden erinnert wurde.
Nach einer deftigen Brotzeit sorgten Hans Dietmar Bonin und Helmut Zindler mit ihrem Vortrag über die 15. Deutschlandfahrt der historischen Nutzfahrzeuge für angeregten Gesprächsstoff. Heini Becker steuerte einen Film über die historische Rallye Wiesbaden bei, die er heuer mit Dieter Schaub und seinem BMW 2002 tii unter die Räder genommen hatte. Becker erinnerte daran, dass er die originale Rallye Wiesbaden 1969 mit Albert Hoffmann und dessen Fiat 125 mit 2 Ersatzrädern und ohne Servicepersonal gefahren sei, denn die geplante Servicecrew mit Hans Val. Heil und Helmut Zindler hatten seinerzeit kein Visum für die damalige Tschechoslowakei bekommen. Die Streckenführung war damals wie heute: Wiesbaden -Tschechei – Wiesbaden. Hoffmann/Becker bestritten dann vor 47 Jahren das 24-Stunden-Non-Stopp-Abenteuer notgedrungen ohne Service und kamen mit guter Platzierung am Kurhaus in Wiesbaden ins Ziel. Wenn man also viel erlebt hat, dann kann man viel erzählen. Unter diesem Motto verlief der weitere Abend und ehe man sich versah, war es nach 24:00 Uhr geworden und man freut sich schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

15. Deutschlandfahrt für historische Nutzfahrzeuge
Tour der Highlights
Teil I Schlitz-Stuttgart-Speyer

Tour der Highlights- unter diesem Motto fand die15. Deutschlandfahrt für historische Nutzfahrzeuge vom 1. bis 9. September statt. Mit dabei waren Dietmar Bonin und sein Co-Pilot Helmut Zindler und dem in unseren Breiten bekannten Mercedes Benz Lkw aus dem Jahre 1961. 172 PS werkeln unter der mächtigen Motorhaube des LAK 329, so die genaue Typenbezeichnung des Oldtimers in der Spessart-Quellen-Lackierung, was eine Höchstgeschwindigkeit von 75km/h ermöglicht.
Vor genau 29 Jahren startete Robert Fehrenkötter mit 20 Oldtimer-Lkw die 1. Historische Deutschlandfahrt mit der Hoffnung, dass es nicht die letzte sein sollte. Diese Hoffnung erfüllte sich weitere 14 Male und so wurde dieses Jahr als 15. Auflage der Deutschlandfahrt mit der Tour der Highlights an das Erbe Robert Fehrenkötters erinnert, in dem man Zielorte ausgewählt hatte, die schon einmal bei einer der vergangenen Deutschlandfahrten angesteuert wurden und so zu Recht als Highlight betrachtet wurden. Veranstalter war auch dieses Mal wieder das Team Fehrenkötter und der ETM-Verlag(Fernfahrer, lastauto omnibus, trans aktuell, Last&Kraft). Um es gleich vorne wegzunehmen: Es war eine außergewöhnlich gut organisierte Fahrt und Petrus war mit seinem Kaiserwetter dem ganzen auch wohlgesonnen, was bei den 62 teilnehmenden Oldis und den ca. 120 Personen an allen Tagen eine sehr gute Stimmung bewirkte.Wie im Vorbericht bereits erwähnt, begann das Abenteuer 15. Deutschlandfahrt für Dietmar Bonin und Helmut Zindler bereits am 31. August mit der Anreise nach Stuttgart mit Zwischenstopp in Künzelsau. Es macht keinen Spaß, mit einem Oldtimer-Lkw über die Autobahn zu fahren, deshalb wählten Bonin/Zindler eine Route durch den Spessart. Für Dietmar Bonin war das zunächst ein Heimspiel, weil es anfangs die gleiche Strecke wie zur Spessart-Quelle war. Danach ging es aber weiter über die B 276 in Richtung Lohr am Main. Kurz vor Lohr kam die erste von einer ganzen Reihe Umleitungen mit zum Teil abenteuerlichen Streckenführungen, so dass in der Folge die Temperatur in der Fahrerkabine des Mercedes stark anstieg und die Stimmung im gleichen Maße absank. Jedenfalls erreichten die Schlitzer Oldi-Trucker nach gefühlten Stunden endlich die B8 Richtung Marktheidenfeld und Wertheim. Dann weiter auf die B290 nach Bad Mergentheim und von da auf der B19 nach Künzelsau zur Spedition Hamprecht. „Dank“ der vielen Umleitungen war aus der geplanten 205 km Anfahrt nun 288 km geworden und die Fahrtzeit hatte sich auf 6 Stunden erhöht. Der freundliche Empfang bei der Familie Hamprecht ließ die Strapazen der Anfahrt in den Hintergrund treten und am nächsten Morgen überraschte uns Frau Hamprecht mit einem First Class-Frühstück, so gestärkt ging es zur Weiterfahrt auf der B14 Richtung Stuttgart zum Mercedes Benz Museum. Um 11:00 Uhr war das Tagesziel erreicht. Eine große Zahl von Einweisern aus dem Hause Mercedes Benz dirigierte die eintreffenden Oldtimer-Lkw auf die vorher festgelegten Stellplätze. Elektriker standen mit ausreichenden Stromanschlüssen bereit, um auch noch so kleine Probleme zu lösen. Die meisten der historischen Lkw sind auf ihren Ladeflächen mit Schlafplätzen und sonstigen Annehmlichkeiten ausgestattet, denn es gibt wenige Hotels, die zum Beispiel Parkplätze für 60-70 Lkw bereithalten.
Weil der Bonin-Oldi einer der ältesten Mercedes Benz-Lkw im Teilnehmerfeld war, wurde er direkt vor dem Eingang des Museums platziert. Insgesamt trafen 40 Fahrzeuge aus Deutschland, 10 aus den Niederlanden, 2 aus Schweden, 2 aus Belgien, 3 aus der Schweiz und je 1 aus Groß Britannien bzw. Österreich zum Startpunkt der Deutschlandfahrt am Mercedes Benz Museum ein. Da die meisten der Teilnehmer schon mehrmals an einer Deutschlandfahrt teilgenommen haben, hatten die Begrüßungen den Charakter eines Familientreffens. Man kennt sich eben. Danach war ein ausgedehnter Besuch des Museums angesagt und am Abend die Eröffnungsveranstaltung der 15. Deutschlandfahrt im großen Saal des Mercedes Museums.

 

Freitag, 2.9. 1. Etappe von Stuttgart nach Speyer
Nach einem guten Frühstück im Freien vor dem Museum ging es gegen 9:00 Uhr auf die erste Etappe nach Speyer. Der Berufsverkehr in Stuttgart an einem Freitagmorgen das ist schon ein Erlebnis. Ach ja, beinahe hätten wir es vergessen, auch Stuttgart schien eine einzige Baustelle zu sein. So quälten wir uns über die B10 am Zoo Wilhelma vorbei und dann weiter auf die B295 Richtung Leonberg. Und in Feuerbach passierte es dann. Am Mercedes Benz 813 vom Team Fehrenkötter ging die Kühlmittelpumpe fest und in der Folge überhitzte der Motor, was zu einem kapitalen Motorschaden führte. Das Ganze wäre ja nicht so schlimm, gewesen wenn es nicht ausgerechnet in einem längeren Tunnel passierte. Die entsprechende Wasserdampf- und Rauchentwicklung war logischerweise für die Sichtverhältnisse im Tunnel nicht gerade förderlich und der Verkehrstau war dadurch auch recht ordentlich. Unsere Schlitzerländer Oldi-Trucker hatten mit ihrer frühen Startnummer Glück und konnten während einer Verkehrslücke an dem Havaristen vorbeiziehen und die Fahrt fortsetzen. Diese führte nun an Weissach vorbei über Kreisstraßen, Richtung Vaihingen an der Enz. Dann wieder auf die B10 und später über die B35, Richtung Bretten und Bruchsal. Hinter Bretten kam dann der Autohof Herzel in Sicht. Nach eigenen Angaben der älteteste Autohof Deutschlands, eröffnet im Mai 1950. Die Route führte uns nun durch Bruchsal und dann weiter nach Germersheim. Dann ein Stück über die B9 und ab Lingenfeld über Kreisstraßen durch Römerberg bis Speyer. Die Ankunft an dem Technikmuseum war gegen 14:00 Uhr, da wir auf eine größere Pause unterwegs wegen der Verzögerungen in Stuttgart verzichtet hatten, waren wir im angestrebten Zeitfenster am Etappenziel. Wie wir dort erfuhren, hatte es bei einem weiteren Teilnehmer größere Komplikationen gegeben. Am Büssing 5500 Baujahr 1952 von unserem niederländischen Freund Paul Kamphuis riss die Vorkammer eines Zylinders ab, was natürlich einen kapitalen Motorschaden zur Folge hatte. Die toureigene Servicecrew Paul Recker und Paul Havelt, genannt Paul und Paul, konnte zwar eine Diagnose stellen, aber eine Reparatur war leider nicht möglich. Der lädierte Büssig fuhr dann ab Speyer die restliche Tour huckepack auf einem Tieflader mit. Um 18:00 Uhr begann die Abendveranstaltung im Weindorf des Technik Museums unter dem Motto „ Rollendes Museum trifft auf stehendes Museum“.


Teil II Speyer-Trier-Köln/Frechen

Tour der Highlights- unter diesem Motto fand die15. Deutschlandfahrt für historische Nutzfahrzeuge vom 1. bis 9. September statt. Mit dabei waren Dietmar Bonin und sein Co-Pilot Helmut Zindler auf ihrem Mercedes Benz Lkw aus dem Jahre 1961. Die erste Etappe der Tour begann in Stuttgart am Mercedes Benz Museum und führte über große Teile der Badischen Weinstraße zum Technik Museum Speyer. Hier wurde auch übernachtet.
Nach einem erholsamen Schlaf auf dem nachts sehr ruhigen Museumsgelände standen das angrenzende Hallenbad Bademaxx und das Restaurant Weindorf für die Körperpflege und das Frühstück ab 6:00 bzw.7:00 Uhr bereit. Gut gestärkt und frohen Mutes ging es dann ab 9:00 Uhr auf die Piste Richtung Etappenziel Trier. Das Roadbook führte uns zunächst auf der B 39 nach Neustadt/Weinstraße. Trotz der frühen Morgenstunden waren eine ansehnliche Zahl von Zuschauern und Fans an den großen Kreuzungen und auf den kleineren Brücken, die über die Bundesstraße führen, zu sehen. Zu unserer Freude, waren auch Schlitzer dabei, die extra nach Speyer gekommen waren. Im weiteren Verlauf der Streckenführung ging es jetzt nach Kaiserslautern. Hier kam es leider zu größeren Schwierigkeiten. Die Organisatoren der Fahrt und der Roadbook-Verfasser hatten wohl die Absicht gehabt, den Tross der Oldtimer-Lkw auf kleinen Straßen um Kaiserslautern herumzuführen, doch das erste Abzweige-Symbol, welches nach links auf die B 270 führen sollte, war mit einer Ampel versehen. Die Ampel gab es aber in der Realität nicht. Somit knäulten sich gleich einige Lastwagen, die meisten mit Anhänger, auf einer sehr schmalen Straße und dazwischen jede Menge Pkw, deren Fahrer(innen) wohl Platzangst bekamen. Um die Situation zu entschärfen, entschlossen sich jetzt die meisten Co-Piloten mitten durch Kaiserslautern zu navigieren um dann später wieder auf ein passendes Raodbook-Symbol zu stoßen. Soweit der Plan. Es ist ja logisch, dass es in Städten nur so von Ampelkreuzungen wimmelt und man mit einem Oldtimer-Lkw keine grünen Wellen ausnutzen kann, dafür sind die Dinger einfach zu langsam. Also an jeder Ampel anhalten und wieder anfahren. Aber an einem Lkw mit unsynchronisiertem Getriebe bekommt man einen Gang nicht so schnell herein wie die Ampel grün zeigt. Deshalb fuhr Dietmar Bonin an rote Ampeln immer ganz langsam mit dem Anfahrgang heran und blieb in der Rotphase dann auf der Kupplung stehen. Das ist auf Dauer gar nicht lustig, weil alte Lkw noch keine Pedalkraftunterstützung hatten und somit früher oder später dem armen Trucker ganz schön die linke Wade „eiert“. Jedenfalls rumpelten wir, wie die meisten anderen Tour-Teilnehmer auch, so durch Kaiserslautern. Einige hatten sich wohl verfahren und so kamen an größeren Kreuzungen Oldtimer-Lkw aus allen Richtungen zusammen. Die Bürger von Kaiserslautern haben uns trotzdem mehrheitlich zugewinkt. Erst in Otterbach, weit hinter Kaiserslautern, haben wir wieder ein Roadbook-Symbol passend zu Straßenführung gehabt, aber wieder in einer sehr großen Baustelle. So fuhren wir dann auf der B 270 weiter in den Hunsrück, Richtung Lauterecken, später dann via B422 auf Bernkastel-Kues zu. Der Mercedes Benz musste sich an den Steigungen ganz schön anstrengen, entsprechend herrschten in der Fahrerkabine Temperaturen wie in einer Sauna. Bei Hilscheid bogen wir auf die Hunsrückhöhenstraße B327 Richtung Hermeskeil ab. Nach einigen Kilometern auf der B327 ging es dann endlich wieder bergab, Lärmpegel und Temperatur sanken nun auf ein erträgliches Maß. Kurz vor Hermeskeil wieder ein Tourhighlight, die große Flugzeugausstellung von Peter Junior. Wir legten eine Rast ein, um uns die über 100 originalen Flugzeuge, 60 Flugmotoren und reichhaltige flugtechnische Informationen und Details aus allen entwicklungsgeschichtlichen Epochen der Luftfahrt anzuschauen. Besonders empfehlenswert, das als Cafeteria umfunktionierte Überschallflugzeug Concorde. Nach einer Stärkung rollten wir gemütlich dem Etappenziel Trier, Messeplatz Moselauen entgegen. Zum Abendprogramm hatte MAN Truck&Bus zu einer zünftigen Grillparty eingeladen.
Sonntag war Ruhetag, weil auch für Oldtimer-Lkw ein Sonntagsfahrverbot besteht. Nach dem Frühstück fuhren 3 Busse die Deutschlandfahrtteilnehmer ins ca. 50 km entfernte Wittlich zu einer Werksbesichtigung im MAN Truck Modification Center. Hier werden die neuen, vom Fließband kommenden Lkw, für ihren späteren Einsatzzweck umgebaut. Hauptsächlich Feuerwehrfahrzeuge, aber auch beim THW, bei Kommunalbetrieben und in der Baubranche eingesetzte Lkw mit unterschiedlichsten Kabinenausführungen, Längen und Anzahl der Achsen. Eine sehr interessante Werksbesichtigung, zumal am Sonntag die sonst übliche Geräuschkulisse fehlte, was dem allgemeinen Verstehens sehr zuträglich war. Der Sonntagnachmittag war für die Besichtigung von Trier vorgesehen. Deutschlands älteste Stadt zeigte sich aber leider im Nieselregen, so dass größere Rundgänge nicht durchgeführt wurden. Die Abendveranstaltung war im Nells Park Hotel.

Am Montag war die Abfahrt zur 3.Etappe für 9:00 Uhr angesetzt. Die Durchfahrt aus Trier heraus gestaltete sich über die B 51 problemlos. Danach ging es weiter Richtung Gerolstein und Bitburg, also geradewegs in die Eifel. Über die B410 und B257 erreichten wir den Nürburgring. Hier wurde Halt gemacht. Die Erlebniswelt Nürburgring ist ja bekanntlich ein Millionengrab von Steuergeldern geworden. Man möchte den verantwortlichen Politikern gerne sagen, dass wir in jungen Jahren sehr viel auf dem Nürburgring erlebt haben ohne Erlebniswelt und ohne dem Schickimickigedöns, ganz einfach mit Zelt, Lagerfeuer und gut gekühlten Flüssigschmierstoffen von A –Z. Aber da hieß der Nürburgring ja noch „Die grüne Hölle“.Wir verließen den Nürburgring und fuhren auf der B257 durch Breitscheid, Adenau und bei Gelsdorf auf die BAB 61 Richtung Köln. Später dann auf die A1bis zur Abfahrt Köln/Frechen, von dort war es nicht mehr weit zum Etappenziel, bei Volvo/Renault Trucks im Gewerbehof Europapark. Hier war man bestens auf die Tourteilnehmer vorbereitet, denn wir waren ja vor 2 Jahren schon einmal hier zu Gast. Die Abendveranstaltung fand wie vor zwei Jahren in der großen Reparaturwerkstatt bei frischem Kölsch und Gegrilltem statt. Truckerherz was willst du mehr? Diese Atmosphäre kann kein Hotel oder Restaurant bieten.

 

Teil III Köln/Frechen-Münster- Werlte/Emsland

Tour der Highlights- unter diesem Motto fand die15. Deutschlandfahrt für historische Nutzfahrzeuge vom 1. bis 9. September mit Start in Stuttgart und auf 7 Etappen unterteilt mit Zielort Hamburg statt. Mit dabei waren Dietmar Bonin und sein Co-Pilot Helmut Zindler auf ihrem Mercedes Benz Lkw aus dem Jahre 1961. Die erste Etappe der Tour begann in Stuttgart am Mercedes Benz Museum und führte zum Technik Museum Speyer. Hier wurde auch übernachtet. Die Streckenführung der zweiten Etappe ging von Speyer aus, über Kaiserslautern und dem Hunsrück nach Trier. Hier startete die dritte Etappe mit der Route durch die Eifel nach Köln/Frechen. Nach der Übernachtung bei Volvo/Renault-Trucks, startete der Oldtimer-Tross auf seine Tour nach Münster in Westfalen.Im Roadbook war die Strecke zunächst über die B477 Richtung Düsseldorf/Neuss vorgegeben. In Neuss bogen wir dann auf die BAB 57 Richtung Nijmegen/Niederlande. Nach 58km wurde die Autobahn bei Alpen verlassen und über die B 58 nach Wesel gefahren. Danach über ein paar Kreisstraßen, um auf der B 70 zum Wasserschloss Raesfeld zu gelangen. Doch leider hat auch hier wieder der Umleitungsteufel zugeschlagen. 2km vor dem Wasserschloss war eine Baustelle und wir fuhren nach der Umleitung, ohne Wasserschloss, weiter auf der B 70 nach Borken. Dort wurde die Fahrt auf kleineren Kreisstraßen über Velen und Coesfeld fortgesetzt. Dann weiter mitten durch das wunderschöne Münsterland über Havixbeck nach Münster und gegen 14:00 Uhr auf den dortigen Schlossplatz. Es erwartete uns bereits eine große Menschenmenge. Die Oldtimer-Lkw wurden bestaunt und noch mehr fotografiert. Das Einparken und Aufstellen der Lkw war zum Teil nicht einfach, weil zwischen den Fahrzeugen überall die Fans liefen und es sollte ja niemand zu Schaden kommen. Es war jedenfalls eine imposantes Bild, die 62 Oldtimer-Lkw bei strahlendem Sonnenschein vor dem Münsteraner Schloss zu sehen.Die kreisfreie Stadt Münster in Westfalen ist Sitz des gleichnamigen Regierungsbezirks im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Von 1815 bis 1946 war Münster Hauptstadt der damaligen preußischen Provinz Westfalen. Münster hat eine bedeutende Universität und gilt als radfahrerfreundlichste Stadt in Deutschland. Die Abendveranstaltung wurde am Hafen von Münster in einem Szene-Lokal durchgeführt. Aufgrund von Universität und Hochschule ist Münster eine unglaublich lebendige und quirlige Stadt. Die Übernachtung fand auf dem Schlossplatz statt.

Mittwoch 7.September 5.Etappe Münster-Werlte/Emsland
Um 9:00Uhr setzten sich die Oldtimer-Freunde vom Schlossplatz Münster aus in Bewegung. Bei strahlendem Sonnenschein hatte man zuvor ein reichhaltiges Frühstück unter freiem Himmel eingenommen und so lag ein bisschen Abenteuer-Atmosphäre in der Luft. Die Fahrt ging zunächst Richtung Ibbenbüren und dann weiter nach Bergeshövede. Dort fuhren wir ein weiteres Tourhighlight an. Denn der Dortmund/Emskanal und der Mittellandkanal bilden hier das sogenannte „Nasse Dreieck“. Es bezeichnet ein bedeutendes Wasserstraßenkreuz für die Binnenschifffahrt in der Stadt Hörstel. In der Hörsteler Bauernschaft Bergeshövede beginnt der Mittellandkanal, der quer durch Norddeutschland bis nach Magdeburg verläuft und hier vom Dortmund-Ems-Kanal abzweigt. An der Schleuse werden durchschnittlich rund 120 Schiffe pro Tag abgefertigt.
Nach entsprechender Besichtigungszeit ging die Fahrt weiter, überwiegend auf kleineren Kreisstraßen durch das schöne Emsland zum Etappenziel, dem Fahrzeugwerk Krone in Werlte. Nach dem Aufstellen der Fahrzeuge war zunächst eine Werksbesichtigung angesagt. Die Fa. Krone ist ein in der 4. Generation als Inhabergeführtes Unternehmen erfolgreich am Markt und stellt hochwertige Landmaschinen und seit 1970 auch Anhänger und Sattelauflieger für den Straßentransport, her. Mehrere hundert Trailer (Sattelauflieger) für den Binnen- und Weltmarkt verlassen täglich das Werk in Werlte. Ca. 1200 Mitarbeiter(innen) sind derzeit an den Standorten in Spelle und Werlte in der Produktion beschäftigt. Begonnen hat alles 1906, als Firmengründer Bernhard Krone in Spelle mit seiner Frau Anna eine kleine Landwirtschaft, ein Gasthaus und eine Dorfschmiede betrieb. Für die Teilnehmer der Deutschlandfahrt begann um 20:00 Uhr die Abendveranstaltung im Trailer-Forum mit gutem Essen, passenden Getränken und Live-Musik. Für die Fußballfreunde sei noch angemerkt: Der Show-Truck von unserer Weltmeister-Elf steht im Trailer-Forum in Werlte. Er ist 2014 nach dem Gewinn der WM in nur 4 Arbeitstagen für die Triumpf-Fahrt unserer Weltmeistermannschaft gebaut worden. Sollten unsere Schlitzerländer Fußballer dieses Teil einmal benötigen, kann es bei der Fa. Krone angemietet werden.

Teil IV Werlte/Emsland-Visselhövede-Hamburg-Schlitz

Tour der Highlights- unter diesem Motto fand die15. Deutschlandfahrt für historische Nutzfahrzeuge vom 1. bis 9. September mit Start in Stuttgart und dem Zielort Hamburg statt. Mit dabei waren Dietmar Bonin und sein Co-Pilot Helmut Zindler auf ihrem Mercedes Benz Lkw aus dem Jahre 1961. Die fünfte von sieben Etappen der Tour begann am Schlossplatz in Münster und endete in Werlte/Emsland, bei den Fahrzeugwerken Krone. Hier wurde auch übernachtet.
Als sechste und vorletzte Etappe für die historischen Nutzfahrzeuge war die Strecke von Werlte nach Visselhövede vorgesehen. Das bedeutete, einmal quer durch das Emsland bis zum westlichen Rand der Lüneburger Heide.
Wie jeden Morgen setzte sich auch zum Start der 6. Etappe die Oldtimer-Karawane pünktlich um 9:00 Uhr in Bewegung. Zunächst ging es über Kreisstraßen Richtung Cloppenburg und dann auf die B213 und später die B72 und 69 an Wildeshausen vorbei nach Bruchhausen/ Vilsen. Dort war ein Halt mit Besichtigung der Museumseisenbahn geplant.
Der Deutsche Eisenbahn Verein betreibt dort seit 1966 die erste Museums-Eisenbahn Deutschlands. Die dampfbetriebene Schmalspurbahn mit 1000 mm Spurweite verkehrt ca. 35 km südlich von Bremen, zwischen Bruchhausen-Vilsen und Asendorf in Niedersachsen. In der Bahnhofswirtschaft kann man vorzüglich Rast machen. Gegenüber vom Museumsbahnhof befindet sich die Borgward-Markenwerkstatt von Wolfgang Wischnewski und seinem Sohn Volker. Die Wischnewskis betreiben, nach eigenen Angaben, die einzige Borgward-Markenwerkstatt in Europa. Dazu passend eine Gasolin-Tankstelle aus den 50ern und im ehemaligen Verkaufsraum ein kleines Museum mit Fahrzeugen aus dem Hause Borgward. Wenn der in der Nähe befindliche Kreisverkehr mit den aktuellen Kraftfahrzeugen nicht gewesen wäre, hätte man sich glatt um 40-50 Jahre zurückversetzt gefühlt.
Dann ging es weiter nach Nienburg/Weser und über die B 209 auf Walsrode zu. Von Walsrode bis zu unserem Etappenziel in Visselhövede sind es nur 14km, aber hier hatten wir, mitten in einem Waldstück plötzlich mit einem technischen Problem zu kämpfen. Aufgrund der großen Hitze, die an diesem Tag herrschte, ging der Luftkompressor am Spessart-Mercedes fest. Nach einer längeren Abkühlphase mit geöffneter Motorhaube setzten wir die Fahrt mit reduzierter Geschwindigkeit fort.
Das Etappenziel lag auf dem Betriebsgelände der Fa. Hoyer. Die Hoyer-Unternehmensgruppe, bestehend aus den Firmen Wilhelm Hoyer GmbH & Co.KG, Hoyer G.m.b.H., Finke Mineralölwerk GmbH, International Oil Trading GmbH, Hoyer-Shop GmbH und Hanseatic Oil Trading GmbH und ist eines der größten mittelständischen konzernunabhängigen Unternehmen in der Mineralölbranche in Deutschland. Ca. 1500 Mitarbeiter sind in 105 Niederlassungen beschäftigt.
Zu der Abendveranstaltung hatte die Fa. Hoyer noch weitere 500 Gäste ins extra aufgestellte Festzelt geladen und es wurde bei zünftiger Western-Musik kräftig das Tanzbein geschwungen.

 

7. und letzte Etappe von Visselhövede nach Hamburg
Die letzte Etappe war die kürzeste mit 105 km, aber sie war eine der schönsten und turbolentesten. Wir fuhren überwiegend auf Kreisstraßen über Schnewerdingen, Rotenburg/Wümme und Tostedt. Dort hatten wir Besuch bekommen. Ein Fernsehteam aus dem Hause Mercedes Benz hatte sich Dietmar Bonins Lkw für eine umfangreiche Reportage über alte Mercedes Benz-Lkw, die heute noch im Einsatz sind, ausgesucht. So wurde der Spessart-Oldi mit Kamera bestückt, um den Fahrer bei seiner Arbeit zu filmen. Vorneweg fuhren die Filmleute im Pkw-Kombi mit offener Heckklappe. Mit laufender Kamera wurde aus dem Kombi heraus dirigiert, wie der Dietmar fahren sollte und das bei fließendem Verkehr hinter dem Elbe-Deich, mitten durch das Alte Land. Ein besonderer Augenschmaus war die Stadt Jork. Jork liegt südwestlich von Hamburg an der Elbe und wird auch das "Herz des Alten Landes" genannt, denn Jork liegt inmitten von Obstplantagen, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Deutschlands. Leider konnten wir in Jork nicht anhalten, die Filmleute waren immer noch bei ihrer Arbeit. Aber es wird auf jeden Fall bei einer sich bietenden Gelegenheit ein Besuch nachgeholt. Ab Finkenwerder waren wir wieder für uns alleine, die Filmcrew war mit ihrer Arbeit fertig. Jetzt ging es um das Airbuswerk herum, Richtung Hamburger Hafen. Unser Etappenziel war das neue Kreuzfahrtterminal in Steinwerder. Wir hatten unsere liebe Mühe, den richtigen Weg zu finden, denn im Hamburger Hafengebiet gibt es unzählige Straßen und Sträßchen mit einem Gewusel an Frachtverkehr. Wir kamen dann schließlich über die Köhlbrandbrücke unserem Ziel näher. Die Köhlbrandbrücke ist die derzeit zweitlängste Straßenbrücke der Bundesrepublik. Täglich passieren ca. 30.000 Fahrzeuge den Stahlkoloss an der Elbe. Die im Jahre 1974 eröffnete Brücke hat bisher verlässliche Dienste geleistet und ist den Hamburgern ans Herz gewachsen und so zu einem Wahrzeichen der Hansestadt geworden. Doch die Brücke wird zurzeit saniert und wir standen längere Zeit auf ihr im Stau. Zum ersten Mal haben wir uns über eine Baustelle gefreut. Dieser Ausblick von der Köhlbrandbrücke über den Hamburger Hafen und die Hansestadt mit ihren Sehenswürdigkeiten war einmalig schön. Dann lief der Verkehr wieder und wir waren nach kurzer Fahrt am Zielpunkt der Deutschlandfahrt angekommen. Die KRAVAG-Versicherungsgesellschaft hatte die Patenschaft für die Abendveranstaltung übernommen. So wurden wir mit zwei Barkassen am Kreuzfahrtterminal abgeholt und in Verbindung mit einer Hafenrundfahrt zum Hauptgebäude der Versicherung gebracht. Hier schloss sich eine schöne Grillparty mit entsprechenden Getränken an. Ab 22:00 ging es mit Shuttlebussen zurück nach Steinwerder zu unserem Standplatz. Nach dem einen oder anderen letzten Bier an unserem Veltins- Bier-Pilz war dann die Tour der Highlights zu Ende. Dachte wohl jeder, bis am nächsten Morgen um 5:00 Uhr die AIDA PRIMA am Kreuzfahrt-Terminal direkt vor uns festmachte. Im Nu war alles auf den Beinen, denn ein Anlegemanöver von einem 300m langen Schiff erlebt man so schnell nicht wieder. Da zwischenzeitlich der Catering schon das Frühstück aufgebaut hatte, machten wir uns nach einer Tasse Kaffee im Stehen im Morgengrauen schon auf den Weg zurück nach Schlitz.
Nachdem wir uns bei ruhigerem Verkehr aus dem Hafengebiet herausnavigiert hatten, fuhren wir immer auf der B3 über Celle, Hannover, Northeim, Göttingen, dann später über die B27, Eschwege und Bebra zurück in unsere Heimat. Um 15:30 war Schlitz, erreicht nach genau 2002 km spannender und sehr abwechslungsreicher Fahrt bei der 15. Deutschlandfahrt für historische Nutzfahrzeuge.

 

 Ehrung verdienter ACS- und ADAC-Mitglieder

Friedrich Goldstein erhielt ADAC-Ehrennadel in Gold mit Kranz

 

Am 5. August wurden im ACS-Clubhaus Mitglieder des Vereins geehrt, die sich im Laufe ihrer Mitgliedschaft im Verein und bei der Durchführung von vielen Veranstaltungen stark engagiert haben. ACS-Vorsitzender Frank Preisendörfer sagte zu Beginn der Feierstunde, dass Ehrungen normalerweise bei der Jahreshaupt-versammlung durchgeführt werden, aber man habe sich von seitens des Vorstandes entschlossen, bei so hochkarätigen Ehrungen eine extra Feierstunde anzuberaumen. Er zeigte sich erfreut, dass trotz der Ferienzeit recht viele ACS-Mitglieder anwesend waren. Im Einzelnen wurden geehrt:

 

Judith Schuch für 10jährige Mitgliedschaft und für tatkräftige Unterstützung im Bewirtungsteams während der Rallyes und am Trachtenfest.

Dr. Rüdiger Holzapfel erhielt die Ewald-Kroth-Medaille in Bronze für seine Verdienste als Rallye-Arzt. Die Ewald-Kroth-Medaille wird für besondere Verdienste in der Organisation motorsportlicher Veranstaltungen im ADAC verliehen.

Wolfgang Kunstmann bekam für 40jährige Mitgliedschaft im ADAC die Ehrennadel des ADAC- Präsidiums. Mitglieder, die dem ADAC 25 Jahre, 40 Jahre, 50 Jahre, 60 oder 70 Jahre angehören, erhalten vom Präsidium des ADAC eine besondere Ehrennadel sowie eine Urkunde über ihre langjährige Zugehörigkeit. Diese Ehrung wurde stellvertretend von Frank Preisendörfer vorgenommen, da der Referent für die ADAC-Ortsclubs Hessen-Mitte, René Burkard, verhindert war. Preisendörfer dankte bei seiner Ansprache Wolfgang Kunstmann für seinen unermüdlichen Einsatz während der Rallye als Mann hinter den Kulissen. Ohne Wolfgang, so Preisendörfer, gäbe es keine Siegerehrung im Festzelt. Da der Geburtstag von W. Kunstmann öfters schon mit dem Rallye-Termin zusammenfiel, musste die Geburtstagsfeier halt warten. Ein Mann wie Wolfgang setzt Prioritäten.

Hans Adametz erhielt für 50jährige Mitgliedschaft im ADAC die Ehrennadel des ADAC- Präsidiums. Zusätzlich durfte Frank Preisendörfer dem Geehrten eine Mitgliederzeitschrift der ADAC-Motorwelt vom März 1966, dem Beitrittsmonat von Hans Adametz, überreichen. ACS-Vorsitzender F. Preisendörfer nahm die Gelegenheit war, bei der Überreichung der Ehrenadel über das Wirken von Hans Adametz im ACS zu berichten. Als Sportfahrer in den 60er und 70er Jahren war Hans Adametz in Hessen und Deutschland mit seinem BMW unterwegs und bekannt. Er war auch einer der Mitinitiatoren der Bewirtung am Trachtenfest auf dem Marktplatz. Die Organisation des ACS-Zeltes „Zum Bornschorsch“ hatte er über 30 Jahren durchgeführt. Aber getoppt wird das alles von den 21 Jahren, die er als 1. Vorsitzender dem ACS diente und durch seinen Fleiß, seine Ausdauer und Weitsicht dem Verein das heutige Profil gab.

Friedrich Goldstein, Gründungsmitglied und motorsportliches Aushängeschild des ACS, erhielt für sein nun über Jahrzehnte andauerndes Engagement im Motorsport, die ADAC-Ehrennadel in Gold mit Kranz.
F. Goldstein übernahm 1984 die Funktion der Sportleiters im ACS. In dieser Zeit war viel in Bewegung und mit der Neuordnung von Rallye-Veranstaltungen und Prädikaten war selbst für sogenannte alte Hasen nichts mehr so wie es einmal war. Goldstein blieb also nichts anderes übrig, als sich intensiv in die Materie einzuarbeiten.
Zunächst die damals neugeschaffene Rallye 200, dann mit Hans-Walter Kling zusammen erfand er die Rallye-Doppelveranstaltung, die seinerzeit mit dem AC-Lauterbach als Partner zum Vogelsberg-Cup wurde. Die nächste Stufe wurde 2003 mit dem MSC Schotten erklommen, die ADAC Rallye-Challenge, also die sogenannte 2. Liga. Seit 2004 dann der logische Schritt in die 1. Liga und da ist der ACS heute noch, wenn auch mittlerweile ohne Schotten, der einzige Einzelverein der einen Deutschen Rallye Meisterschaftslauf stemmt. Darüber hinaus ist Friedrich Goldstein beim DMSB (Deutscher Motorsport Bund) sehr aktiv. Mit seinen Kollegen schult er alle Rallye-Leiter aus Deutschland, auch die, die den Weltmeisterschaftslauf durchführen, denn ohne Schulung gibt es keine Lizenz.

Klar, dass nach so vielen Ehrungen noch reichlich Redebedarf im Clubhaus war. Für die Gestaltung und Verpflegung des Abends zeichneten Martina Schmitz sowie Evi und Helmut Zindler verantwortlich.


Bilder anklicken

Ein Hessen-Vizemeister und weitere gute Platzierungen beim Endlauf in Bensheim

Rallye-Presseberichte

Verkehrsinfoabend des ACS

 

Neues aus Verkehr und Kfz-Technik für jedermann gab es kürzlich im ACS-Clubheim zu hören und zu sehen. Verkehrsleiter Jürgen Braun, sein Sohn Gordon,
(beide Fahrlehrer) und Helmut Zindler referierten wieder in kompetenter Weise über Neuerungen und Änderungen im Straßenverkehr und über Interessantes aus dem Bereich der Kfz-Technik.

Die  Themen waren auch dieses Mal u. a. Neuerungen der StVO/ StVZO. Unfallschwerpunkte im Schlitzerland rundeten den straßenverkehrs-technischen Teil ab.
Im Bereich der Kfz-Technik hatte sich Helmut Zindler das Thema achsgeometrische Begriffe und deren Funktion am Automobil vorgenommen. Es war  ein anspruchsvolles Thema, doch er hat es in lockerer Form, mit entsprechenden Exponaten und Powerpoint-Präsentation versehen, leicht verständlich rübergebracht.

Im verkehrstechnischen Teil des Informationsabends sprachen Jürgen und Gorden Braun zunächst über das
Verhalten im Kreisverkehr.
Wann ein Kreisverkehr vorliegt, in dem besondere Regeln zu beachten sind, ist in Deutschland leicht zu erkennen. Ein Kreisverkehr im Sinne der Straßenverkehrsordnung (StVO) muss an jeder Zufahrt durch eine blaue Ronde mit drei sich verfolgenden weißen Pfeilen sowie einem "Vorfahrt gewähren" - Schild (Zeichen 215 u. 205), gekennzeichnet werden. Ansonsten handelt es sich um eine normale Kreuzung und es gilt die Rechts-vor-Links-Regel!
Die in den Kreisverkehr einfahrenden Fahrzeuge haben die Vorfahrt zu gewähren. Wie es die Beschilderung bereits anzeigt, haben Fahrzeuge im Kreisverkehr grundsätzlich Vorfahrt. Das Tempo sollte deshalb bei Annäherung an einen Kreisverkehr herabgesetzt werden.
Bei Ausfahrt ist besonders auch auf "querende" Radfahrer zu achten, die auf bzw. neben der Fahrbahn in der gleichen Richtung fahren. Auch auf "querende" Fußgänger haben ausfahrende Fahrzeuge als Abbieger besondere Rücksicht zu nehmen und gegebenenfalls anzuhalten.
Bei Einfahrt in den Kreisverkehr darf nicht geblinkt werden. Bei Ausfahrt aus dem Kreisverkehr muss allerdings der Blinker gesetzt werden.
Als nächstes Thema sprachen Jürgen und Gordon Braun einen weiteren „Dauerbrenner an“: Das richtige Verhalten beim Einfädeln, auch Reisverschluss-verfahren genannt.
Reißverschlussverfahren: Richtig einfädeln
Endet eine Fahrspur, ordnen sich die Fahrzeuge abwechselnd hintereinander auf der weiterführenden Spur ein. Dabei sollte der Wechsel der Fahrspur erst unmittelbar vor Ende des Fahrstreifens erfolgen. Das bedeutet, dass sich die Autofahrer, die bis zum Hindernis fahren, also korrekt verhalten. Denn ein zu frühes Einfädeln vor dem Ende des Fahrstreifens verursacht eher einen Stau. Aber auch auf der anderen Seite werden Fehler gemacht: Statt zu dicht auf den Vordermann(frau) aufzufahren, müssen die Autofahrer auf der weiterführenden Spur die anderen
Verkehrsteilnehmer einfädeln lassen. Auf Autobahnen sollten sich Autofahrer bei dichtem Verkehr erst ab 200 Metern vor der Verengung zügig in die weiterführende Spur einordnen. Auf Landstraßen gilt dies ab 100 Metern, in Städten ab 50 Metern.

Busse mit Warnblinklicht: Nur im Schritttempo vorbei
An einem Bus, der mit eingeschaltetem Warnblinklicht an einer Haltestelle steht, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit, das sind höchstens 4 bis 7 km/h, vorbeigefahren werden. Diese Geschwindigkeitsvorschrift gilt für alle Fahrzeuge egal in welche Richtung sie fahren. Das bedeutet konkret: Es spielt keine Rolle, ob der Bus auf der eigenen, rechten oder der linken (entgegenkommenden) Fahrbahnseite steht. Sie gilt sogar, wenn mehrere Fahrstreifen zwischen dem Bus und dem Gegenverkehr liegen. Ausnahme: baulich getrennte Fahrbahnen. Die
Höchstgeschwindigkeit beträgt für alle Fahrzeuge, die an dem haltenden Bus vorbeifahren wollen, 7 km/h!

Überholverbot an Bahnübergängen

§ 19 Abs. 1 StVO.

Dort heißt es jetzt neu: „Der Straßenverkehr darf sich solchen Bahnübergängen nur mit mäßiger Geschwindigkeit nähern. Wer ein Fahrzeug(das sind z. B. auch Fahrräder) führt, darf an Bahnübergängen ab Zeichen 156(Bahnübergang mit 3streifiger Bake ca. 240 Meter vor dem Bahnübergang) bis einschließlich des Kreuzungsbereiches von Schiene und Straße Kraftfahrzeuge nicht überholen.“

Heißt im Klartext:

Ab der Verkehrszeichenkombination dürfen Kraftfahrzeuge von

Fahrzeugen nicht mehr überholt werden.

Wenn also vor einem Bahnübergang hinter diesem Schild ein KFZ langsam fährt

oder wartet, darf es nicht überholt werden.

Die Einführung dieser Regelungen soll die gebotene mäßige Geschwindigkeit

gewährleisten. Außerdem könnten überholende Fahrzeuge die Sicht auf die

Schiene erschweren.

Mit der neuen Regelung entfällt auch die Wartepflicht für LKW über 7,5 t an der

ersten Bake.

 

Unfallschwerpunkte im Schlitzerland

Jürgen und Gordon Braun berichteten, dass es im Schlitzerland sehr häufig zu Abbiegefehlern kommt. Besonders betroffen sind die Einmündungen an der L 3176 –zur L 3140 und L3176 – 3169, also der Straße Hutzdorf nach Sandlofs . Eine Ursache, so die Brauns, sind die immer breiter werdenden Dachsäulen an unseren modernen Autos. Breite Dachsäulen können beispielsweise den falschen Eindruck vermitteln, dass der Weg beim Abbiegen frei sei. Nähern sich zwei Fahrzeuge mit konstanter Geschwindigkeit einer Kreuzung, dann kann ein von links kommendes Auto oder Zweirad für längere Zeit hinter der linken vorderen Dachsäule verschwinden.

Mit einer allgemeinen Aussprache endete ein interessanter Verkehrsinfoabend.

Bildunterschrift:
DSC_0013
Blick in die gut besuchte Versammlung

DSC 0004
Auch an den guten alten Seifenkisten der ACS-Jugend lassen sich das Zusammenwirken der verschiedenen Teile einer Achskonstruktion erkennen.

 

 

Wir sagen Danke!

 

Allen Helfern, Funktionären, Freunden und Sponsoren, die zu dem guten Gelingen der ADAC Hessen Rallye Vogelsberg 2015 beigetragen haben, möchten wir hiermit unseren Dank aussprechen. Über 1200 freiwillige Helfer waren auch dieses Mal wieder im Einsatz, um den 3. Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft in gewohnter Qualität durchzuführen.

Wir bedanken uns auch für die sehr gute Unterstützung durch die vielen Vereine, Verbände, Behörden, Feuerwehren, DRK, Polizei, Bauhof, E-Werk, ADAC, DMSB, dem Magistrat der Stadt Schlitz, die Verwaltungen der beteiligten Städte und Marktgemeinden sowie dem Regierungspräsidium Gießen und dem Landratsamt des Vogelsbergkreises.
Ein herzlicher Dank geht auch an die heimische Wirtschaft, die uns in vielfältiger Weise sehr großzügig unterstützt hat. Besonderer Dank der Firma Gluck, die vor und nach der Veranstaltung die WP-Strecken aufgearbeitet und in einen einwandfreien Zustand versetzt hat. Für die großzügige Überlassung ihrer Betriebsgelände - für Service-Park und Festzelt - dem Bauhof der Stadt Schlitz und der Familie sowie den Mitarbeitern der Fa. Helmut Gerbig ebenfalls einen besonderen Dank.

Wir haben in den letzten Tagen viele Komplimente von Teams und Fans aus nah und fern erhalten, die wir gerne an alle Schlitzerländer weitergeben möchten. Die herzliche Aufnahme unserer Gäste, der freundliche Umgang mit allen Beteiligten sowie die mit großer Geduld und Verständnis ertragenen Beeinträchtigungen, die eine Großveranstaltung wie die ADAC Hessen Rallye Vogelsberg mit sich bringen, haben bei unseren Gästen positive Eindrücke hinterlassen.
Dank Ihrer aller Hilfe und Unterstützung ist die 11. Auflage der ADAC Hessen Rallye Vogelsberg eine Werbung für den Motorsport und eine Werbung für Schlitz sowie das Schlitzerland geworden. Die Erwartungen der Teams, der Offiziellen und der Fans an einen Deutschen Meisterschaftslauf wurden somit zum wiederholten Male erfüllt. Dafür nochmals vielen Dank!!

 

Vorstand und Orga-Team des Automobil-Club Schlitz 1970 e.V. im ADAC

             

              

 

Ü-60-Party im ACS-Clubheim

 

Am Kirmes-Samstag hatte der ACS-Vorstand die Senioren des Automobil-Clubs zu einem gemütlichen Beisammensein in das ACS-Clubheim eingeladen. Der Vorsitzende Frank Preisendörfer konnte ein vollbesetztes Haus zum 10. Senioren-treffen begrüßen. Derzeit hat der ACS 84 Mitglieder, die der Altersgruppe über 60 Jahre zugerechnet werden. Dem aktuellen ACS-Vorstand gehören nur noch 2 Personen an, die die Gründerzeit des ACS als Aktive miterlebt haben. Umso mehr freut es den ACS-Vorstand, dass man sich mit den ACS-Senioren sowohl über Vergangenes als auch über aktuelle Dinge austauschen kann. Nach einer deftigen Brotzeit sorgten Hans Dietmar Bonin und Helmut Zindler mit ihrem Vortrag über die 14. Deutschlandfahrt der historischen Nutzfahrzeuge für angeregten Gesprächsstoff. Mit Karl Modebach war ja ein Mitglied anwesend, der diese Fahrzeuge noch als Fernfahrer im Dienste von Gustav Heinrich in den 60er Jahren täglich im Fernverkehr bewegt hat. „Zwei Mal die Woche Schlitz-Hamburg, mehr war mit diesen Dingern nicht drin“, bemerkte Karl nicht nur zu den Fahrzeugen, auch das Autobahnnetz war damals noch nicht so wie heute.
Dann platzte in die Runde die Nachricht, dass unsere Clubkameradin Katrin Becker mit ihrem Piloten Michael Böhm zum 3. Mal in Folge österreichische Staatsmeisterin in der Division 2 geworden ist. Man ließ Katrin daraufhin mit ein paar Glas Gerstensaft extra hochleben. So schloss sich der Kreis von Vergangenem zu ganz aktuellem und ehe man sich versah, war es nach 24:00 Uhr geworden und man freute sich schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

 

Vor 30 Jahren

Bimmellieschen war der erste Zug auf der ICE-Strecke

 

Kinder, Kinder wie doch die Zeit vergeht! Es sind wirklich schon 30 Jahre her, als das Bimmellieschen eine Woche vor dem Trachtenfest 1983 am Samstagnachmittag des 2.Juli zu seiner Jungfernfahrt an die damalige ICE-Neubaustrecke aufbrach. Der Eichbergtunnel war jener Tage gerade erfolgreich von den Mineuren der Baufirmen durchbrochen worden und es bot sich ja geradezu an, der neuesten Eisenbahn-technologie mit einem Relikt aus vergangenen Zeiten einen Besuch abzustatten. Das Schlitzer Bimmellieschen auf der ICE-Strecke - in so manchem Fastnachtsvers eine Lachnummer - aber im Juli 1983 war es Wirklichkeit.

Es ist ja das zweite Bimmellieschen, das auf den Schlitzer Straßen seine Runden dreht. 1969 wurde der erste Zug mit drei Wagen auf einem Fendt-Geräteträger aufgebaut. Da der Schlepper und die Wagen im Besitz von Landwirten waren, musste das Bimmellieschen nach jedem Einsatz wieder abgebaut werden. Somit war der Einsatz im Wesentlichen auf das Trachtenfest beschränkt. Die Konstrukteure und Betreiber von damals um Wahle Hecht, Schneider Mecki, Dieter Bohnacker, Rolf Persy, Werner Trabant, Heini Becker und andere wurden ab 1977 von Mitgliedern des AC-Schlitz ersetzt. Aber 1981 zum Trachtenfest war die letzte Dienstfahrt gekommen. Durch das häufige Auf - und Abbauen war die Substanz des alten Bimmellieschens so schlecht geworden, dass ein gefahrloser Betrieb nicht mehr gewährleistet werden konnte.

Ein neues Bimmellieschen musste her und die Anforderungen, die man damals stellte, waren sehr hoch gesteckt: eine feste Konstruktion auf eigenem Fahrgestell, eigene Wagen und der optische Bezug auf die Eröffnung der Bahnstrecke Schlitz – Bad Salzschlirf von 1899 waren gefordert. Die Eröffnungsfahrt, so ist es den alten Zeitungsberichten zu entnehmen, wurde seinerzeit mit einer T3-Lokomotive der Henschel-Werke aus Kassel durchgeführt. Berauschende 40 km/h schnell und mit drei Wagen bestückt, schnaufte das Dampfross unter permanentem Bimmeln und Pfeifen durch die Auen des Schlitzerlandes. Und so hatte das Bähnlein schon nach kurzer Zeit von der Bevölkerung seinen Kosenamen „Bimmellieschen“ erhalten.

Dieser Aufgabe stellten sich Heini Becker, Lothar Steinbock und Helmut Zindler vom ACS mit Unterstützung des damaligen Verkehrsvereins. Rudi Volkmar und Walter Weickert sorgten für die gestalterischen Rahmenbedingungen und die ACS-Leute gingen daran, das Bimmellieschen von einst im Maßstab nachzubauen. Für jede der vielen Aufgaben wurden die entsprechenden Spezialisten des Vereins mit heran-gezogen. So wurde von 1981 bis 1983 in über 1000 Arbeitsstunden aus Blech und Nieten, ganz dem großen Vorbild entsprechend, das jetzige Bimmellieschen gefertigt und „in Dienst gestellt“. Wo im Original zwei mächtige Dampfzylinder für zeitge-mäßen Vortrieb sorgten, werkelt in der „Straßenversion“ ein kleiner Dieselmotor unter dem großen Kessel und den Dampf produziert täuschend echt eine Nebelmaschine.

Das Bimmellieschen ist ein echter „Hingucker“ geworden. Obwohl ursprünglich nur für das Trachtenfest konstruiert, wurden andere Einsätze im Laufe der Zeit immer häufiger: Hessentag, Weihnachtsmarkt, Rosenmontagsumzug, Tschernobylkinder, Lebensgemeinschaft Sassen, Stadtparade und vieles mehr. Eigentlich nur für Kinder gebaut, sind es doch auch immer mehr „große Kinder“ jeden Alters, die mitfahren, was für das Bimmellieschen manchmal ganz schön anstrengend ist. Der unvergessene Lothar Steinbock sagte deshalb scherzhaft bei allzu schwerge-wichtigen Fahrgästen: „Heute wird der Fahrpreis nach Körpergewicht festgelegt“. So blieb es nicht aus, dass der Verschleiß und die Wartung in letzter Zeit sehr zuge-nommen haben. Die Technik unter dem Blechkleid ist mittlerweile auch schon 44 Jahre alt, für Straßenfahrzeuge ein sehr hohes Alter. Dennoch macht es den Männern vom Automobil-Club Schlitz nach wie vor großen Spaß, das Bimmel-lieschen zu betreiben, auch wenn die Reparaturen immer mehr Zeit verschlingen. Ob in Bad Arolsen ganz im Norden Hessens oder in Frankfurt/ Heddernheim im Süden, ob in Weilburg im Westen bis Erfurt in Thüringen, das Bimmellieschen war schon in vielen Orten unterwegs. Immer wieder sind die Zuschauer, wie auch jetzt beim Hessentag in Kassel, von dem Erscheinungsbild der kleinen Bahn begeistert. Eine oft gestellte Frage: „ Habt ihr auch Schlitzer Kümmel dabei?“, hat schon so manches Gedankenspiel bei den Verantwortlichen vom ACS ausgelöst. Brauchen wir einen dritten Wagen für Kümmel und andere Leckereien aus dem Schlitzerland? Das wäre dann wohl ein weiteres Kapitel der „ Never-Ending-Story“ vom Schlitzerländer Bimmellieschen.

Fotos hier

 

 

Die Rettungskarte

Zur Rettungskarte > Bild anklicken<

Moderne Technik bietet mehr Sicherheit, erschwert aber teilweise die rasche Befreiung der Insassen. Wo an der Karosserie Spreizer und Schere anzusetzen sind, welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen, ist den Einsatzkräften nicht immer bekannt. Für schnellere Rettung sorgt die vom ADAC eingeführte und als Standard geforderte Rettungskarte.

Quelle:ADAC